Die Amaryllis braucht einen warmen Standort und wird daher in der Regel im Topf als Zimmerpflanze gehalten. Sie ist sehr empfindlich gegenüber Kälte und treibt teilweise nicht einmal Blätter aus, wenn die Temperaturen nicht stimmen. Im Sommer braucht sie einen geschützten Platz, liebt es dann aber, im Freien in der Sonne zu stehen. Im Winter sollte die Amaryllis kühl und hell stehen, wobei die Temperaturen der Umgebung nicht unter 5 °C absinken sollten.
Es ist gar nicht so einfach, die Amaryllis richtig zu pflegen. So darf zum Bespiel nur die Hälfte der Zwiebeln in den Boden oder in das Substrat gebracht werden. Zu Anfang darf auch nicht gegossen werden. Teilweise muss nicht einmal Erde vorhanden sein, damit die Pflanze gedeihen kann.
Beginnt die Amaryllis auszutreiben, so kann mit mäßigen Wassergaben begonnen werden. Gedüngt wird die Pflanze erst dann, wenn sie kurz vor der Öffnung der Blüten steht. Dann allerdings sollte das Düngen einmal pro Woche erfolgen. Die Blüte selbst hält für rund vier bis fünf Wochen, wenn sie ideale Bedingungen und nicht zu hohe Temperaturen vorfindet.
Die Blüten der Amaryllis
Die Amaryllis bringt bis zu sechs Blütenkelche hervor, die trichterförmig und sehr groß sind. Sie können bis zu 15 cm lang werden und duften angenehm und süßlich. Die Blütenkelche erscheinen hintereinander oder auch gleichzeitig an den Stielen der Pflanze. Die Farben der Blüten reichen von weiß über gestreift und zweifarbig bis hin zu purpurrot.
Vermehrung der Amaryllis
Die Amaryllis kann durch Brutzwiebeln, durch Samen oder durch Teilung der Zwiebeln vermehrt werden. Die Tendenz zur Ausbildung von Brutzwiebeln ist aber abhängig von der jeweiligen Sorte. Sie bilden sich direkt neben der Mutterzwiebel im Boden.
Haltung der Amaryllis im Freien
Sicherlich kann die Amaryllis auch im Freien gehalten werden. Dann blüht die Pflanze im August oder September, im Zimmer kann sie sogar im Herbst oder Winter blühen.
Gefahr durch die Amaryllis
Die Amaryllis ist stark giftig. Das gilt für die ganze Pflanze. Besonders giftig ist die Zwiebel. Zwei bis drei Gramm davon verzehrt können tödlich wirken. Daher sollte die Amaryllis nicht in der Nähe von Kindern oder Haustieren stehen bzw. von diesen erreichbar sein.